Spundwand und Schilf

Notizen vom Friedfischangeln an einem Kanal und einem See, über Futter, Posen, Jahreszeiten und den schonenden Umgang mit Fisch und Ufer.

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Ich angle seit vier Jahren auf Friedfische, meistens an einem Schifffahrtskanal, den ich mit dem Rad in zwanzig Minuten erreiche, im Sommer auch an einem flachen See mit breitem Schilfgürtel. Die Ausrüstung passt auf einen Klappwagen: eine Stipprute, eine Matchrute, eine leichte Feederrute, eine Sitzkiepe, ein Kescher mit knotenlosem Netz, eine Abhakmatte und zwei Eimer, einer fürs Futter, einer fürs Wasser. Mir genügt ein Morgen mit Nebel über dem Wasser und einer Pose, die ruhig steht, bis sie es nicht mehr tut.

Hier halte ich fest, was ich mische, wie ich lote und montiere, was zu welcher Jahreszeit beißt und wo ich danebengelegen habe, mit Wassertemperatur, Tiefe, Bleigewicht und der Zahl der Bisse. Ein paar Fische im Jahr nehme ich für die Küche mit, die übrigen gehen schnell zurück ins Wasser. Deshalb steht hier auch einiges darüber, wie man Fische schonend behandelt und ein Ufer so verlässt, wie man es vorgefunden hat. Fischereischein und Gewässerkarten habe ich, und was an welchem Wasser gilt, steht dort.